Sonntag, 1. Januar 2017

Seeliches Tief überwinden

Uns allen geht es irgendwann mal nicht gut. Dinge, die uns belasten. Ereignisse, die uns belasten. Was auch immer, die Ursachen dafür sind vielfältig. Wichtig ist aber, aus diesem "Loch" wieder rauszukommen. Wie sagt man so schön? "Das Leben geht weiter". Das ist leicht gesagt. Aber wirklich helfen tut es nicht. Doch was hilft? Wie kommt man aus dem "Loch" wieder raus und kann wieder so leben wie es mal war?



Wenn man eine schlechte Phase im Leben hatte oder hat, lässt sich diese vielleicht nicht so einfach beheben. Egal aus welchem Grund man sie kam. Die einen lassen sich stärker von Ereignissen beeinflussen, die anderen weniger. Aber man muss wieder "der/die Alte" werden. Auch wenn man den Wunsch hat, den ganzen Tag nur im Bett zu bleiben und nicht aufstehen zu müssen. Das kann man vielleicht 1-2 Tage mal machen. Aber irgendwann muss man sich wieder um seine Dinge kümmern. Doch wie???

Man muss etwas tun, damit man aus dem "Loch" wieder raus kommt. Auch wenn es vielleicht nicht so einfach ist. Schlaue Sprüche von anderen wie "tu mal was", helfen nicht wirklich weiter. Im Grunde wollen diese Leute auch nur helfen. Aber dies ist der falsche Weg. Denn er ist sehr uneffektiv. Was hilft besser?

- AUFSCHREIBEN! Man muss erst mal damit beginnen, sich Dinge aufzuschreiben, die einen stören und die geändert werden müssen. Diese Dinge hat man ständig im Kopf. Man denkt über sie nach. Hat vielleicht auch schon Lösungen überlegt, aber dann kommen wieder die Probleme in dem Kopf, die einen stören. Es ist also wie ein Kreislauf. Man dreht sich gedanklich im Kreis. Ständig hat man viele verschiedene Dinge, Probleme, Lösungen im Kopf. Aber dies ist nicht sehr effektiv, weil man nicht an etwas Konkretes denkt. Nämlich den Weg, die Probleme zu lösen.
Also muss man die Probleme aufschreiben, damit sie aus dem Kopf gehen können. Natürlich denkt man noch an sie. Man kann das nicht einfach so abstellen. Aber zu den Problemen schreibt man sich auch die Lösungen auf. Die Wege, diese Dinge zu lösen. Das macht den Kopf etwas freier. Man kann sich also auf die Lösungen konzentrieren, statt auf die Probleme. So kann man seine Gedanken also "sortieren".




Wichtig ist dabei, dass man nicht zu viel auf einmal machen will. Wenn man ein großes Problem  hat, sollte man den Lösungsweg nicht als Ganzes angehen, sondern diesen "stückeln". Also nicht, dass man den ganzen Weg an einem Tag erledigt, sondern den Lösungsweg auf mehrere Tage aufteilt. Ich sag jetzt einfach mal auf eine Woche und dann jeden Tag ein bißchen machen, statt alles an einem Tag.
Wenn das ein oder andere schon erledigt ist, wird man sich besser fühlen, weil man den Fortschritt sieht.

- SPORT! Wenn man Probleme hat, will man sich am liebsten irgendwo hinlegen und warten bis der Tag vorbei ist. Stichwort "Toter Mann spielen!". Das ist vielleicht der Fall, wenn einem alles zu viel wird. Aber hilfreich ist dies sicher nicht. Denn die Probleme erledigen sich nur selten von alleine. Also muss man aktiv werden. Nicht nur bezüglich der Problemlösung. Auch für sich selber muss man etwas tun. Sport steigert die Stimmung. Wenn man im Gegensatz dazu nur irgendwo rumsitzt, ist dies vielleicht gemütlicher. Aber innerlich ändert man damit nichts. Bei der Bewegung durch Sport fühlt man sich auch innerlich aktiver. Dabei muss man keinen ausgefallenen oder anstrengenden Sport machen. Ein Spaziergang reicht schon. Nur eben regelmäßig. Am besten täglich. Wenn man fitter ist, kann man natürlich noch etwas dazu machen oder einen anderen Sport machen. Egal was. Das muss man für sich selber entscheiden. Aber wichtig ist, dass man sich bewegt und somit etwas für Geist und Körper tut.
Gleichzeitig kommt man mit dieser Art von Bewegung (Spaziergang) auch an die Luft und unter Menschen. Soziale Kontakte werden vielleicht gepflegt oder intensiviert. Die Alternative wäre, man sitzt nur zu Hause rum. Aber da hat man selten Kontakt zu anderen Menschen.

 - NOTIZEN MACHEN! Man macht sich oft Gedanken. Da sind dann auch ein paar sinnvolle Gedanken bei. Diese sollte man sich aber auch direkt notieren, weil man sie vielleicht wieder vergessen kann. Dafür sollte man immer ein Blatt Papier oder einen Notizblock in Griffweite haben. Mit einem Stift natürlich. Dann kann man sich direkt Notizen machen machen die einen später wieder daran erinnert, was einem in den Kopf gekommen ist.

- KÖRPERPFLEGE! Wenn man somit unter andere Menschen geht, muss man auch etwas für sich selber tun. Seinen Körper pflegen. Duschen, eincremen, Haare kämmen, was auch immer. Und dadurch fühlt man sich auch besser. Man legt wieder mehr Wert auf sich.

- AUSRUHEN! Man sollte nicht unterschätzen, dass man sich auch erholen muss und sollte. Man kann nicht den ganzen Tag von Früh bis Spät aktiv sein. Irgendwann ist man erschöpft. Egal ob körperlich oder geistig. Vielleicht merkt man es nicht mal. Aber darum sollte man sich auch Ruhepausen gönnen. Und diese im Tagesablauf einplanen und auch konsequent einhalten. Man muss hier überlegen, wann es in den Tagesplan passt. Und diese Zeiten auch ohne Störungen einhalten. Es gibt ja Leute, die einen Mittagsschlaf halten. Sicher nicht nur weil sie faul sind. Wenn man meint, tagsüber hat man keine Zeit dafür, dann geht man eben einfach früher ins Bett. Legt sich vielleicht ne Stunde ins Bett, guckt Fernsehen, man entspannt sich, und wenn man einschläft, kann man auch gleich schlafen bis zum nächsten Morgen. :-)

- REDEN! Über Probleme reden ist immer hilfreich. Wenn man jemanden hat, mit dem man reden kann, ist dies mehr wert als wenn man sich einfach nur viele Gedanken macht. Vielleicht merkt man auch, man war immer für andere da, aber wenn es einem selber schlecht geht, ist keiner da. Dann sollte man auch seine Konsequenzen daraus ziehen und diese Kontakte langsam mal beenden. Und sich auf die Leute konzentrieren, mit denen man Reden kann. Die anderen sind dann eh nur Bekannte. Also auch bei den Leuten im eigenen Umfeld sollte man die richtigen Prioritäten setzen.

- MUSIK HÖREN! Oft ist es ja so, Musik macht einen nur depressiv. Man wird an Dinge aus der Vergangenheit erinnert, die einen eher runter ziehen. Weil die "gute alte Zeit" vorbei ist. Aber gerade wenn man alles aufgelistet und niedergeschrieben hat, kann Musik eher notivieren. Man wird vielleicht auch an die "gute alte Zeit" erinnert. Aber man will die alten Zeiten wieder haben und man will wieder so sein, wie man früher mal war. So kann Musik also auch die eigene Stimmung heben und man ist motivierter.


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