Mittwoch, 5. Oktober 2016

Neues Pflegegesetz 2017

Am 01.01.2017 ändert sich etwas bei der Pflegeversicherung in Deutschland. Es wird ein Wechsel in der Pflegeversicherung stattfinden. Die Bewilligung wird sich nicht mehr daran orientieren, wieviele Minuten ein Hilfebedürftiger Hilfe braucht. Sondern daran, inwiefern die Selbstständigkeit eines Menschen eingeschränkt ist, bei der Bewältigung seines Alltags.

Dabei ist es egal, wodurch die Hilfsbedürftigkeit herkommt. Ob durch körperliche oder geistige Probleme. Es gibt auch nicht mehr 3 Pflegestufen sondern 5. Bei der Beurteilung und Eingliederung in die Pflegestufen wird vor allem darauf geachtet, inwieweit sich der Mensch mitteilen kann.
Geht es um Kinder bis 18 Monate, werden diese grundsätzlich höher eingestuft als ältere Menschen.

Betroffene, die am 01.01.2017 bereits Leistungen bekommen, werden 1-2 Stufen höher eingegliedert. Doch es gilt ab diesem Zeitpunkt auch eine Verstärkung des Grundsatzes, eine Rehabilitation geht vor der Pflege. Hilfsmittel sind künftig leichter zu bekommen. Es muss keine Verordnung vom Arzt mehr vorliegen. Es genügt schon, dass die Gutachter die Bedürftigkeit der Hilfsmittel empfehlen.

Die Pflegedienste sind von den Bedürftigen frei wählbar. Egal für was diese Dienste gebraucht werden. Wird die Person von Familienangehörigen gepflegt, werden diese intensiver beraten. Die Kosten werden bei der Eingliederung in 2 bis 5 gleich bleiben. Ist der Eigenanteil nach Änderung höher, wird dieser von der Pflegekasse übernommen.

Auch die soziale Absicherung der Personen, die als Pfleger einspringen, wird verbessert. Es wird nicht nur in die Rentenversicherung einbezahlt, sondern auch die gesetzliche Unfallversicherung tritt im Notfall ein. Haben die Personen, die für die Pflege eintreten, ihre Beschäftigung beendet oder unterbrochen, wird hier in die Kasse der Arbeitslosenversicherung einbezahlt.

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