Samstag, 18. März 2017

Kein aerztlicher Notdienst fuer Kinder?

Ralf: Hallo Marion, danke, dass du dich dem Interview zur Verfügung stellst.
Marion: Gerne.

Ralf: Wie geht es dir? Du scheinst erkältet zu sein.
Marion: Leider geht es mir nicht so gut der Husten, Schnupfen und die Erschöpftheit strengen an.

Ralf: Also du hast dich wohl bei deinen Kindern angesteckt und jetzt wieder?
Marion: Ja leider, über Fastnacht waren wir alle drei krank und lagen die Ferien im Bett. Dann wars fast weg, dann kam mein Sohn erkältet von der Schule nach Hause und hat meine Tochter und mich angesteckt.

Ralf: Deine Tocher ist auch erkältet. Darum auch dieses Inverview. Wie geht es ihr?
Marion: Mittlerweile wieder etwas besser, zum Glück. Leider war das gestern und heute Nacht nicht der Fall. Auf dem Weg zur Toilette ist sie gestern einmal bewusstlos geworden, heute Nacht wurde es ihr zweimal schwindelig, so dass ich sie auf den Boden gelegt und die Füsse hochgelagert habe.




Ralf: Du hast den ärztlichen Notdienst angerufen?
Marion: Ja, da habe ich angerufen.

Ralf: Sind die gekommen?
Marion: Nein. Die kamen nicht raus.

Ralf: Was sagte die Dame dir am Telefon, als du dort angerufen hast?
Marion: Die Dame am Telefon sagte mir eine 15jährige kann laufen. Auf meinen Einwand das sie Kreislaufprobleme hat und es ihr schwarz vor Augen wird sagte sie, der Notdienst wäre nicht zuständig, sondern die Kindernotfallpraxis in Freiburg.

Ralf: Ich kenne mich zwar damit nicht so wirklich aus. Aber ist ein Notdienst nicht dafür gedacht, dass man den Leuten hilft?
Marion: Dachte ich bis heute auch. Für die Kinder muss ich ab 12 Jahren die Medikamente auch voll zu- und bezahlen wie ein Erwachsener. Wobei ich mich frage, welches Einkommen hat ein 12jähriges Kind, warum darf ich dann nicht den Notdienst in Anspruch nehmen der einen Arzt am Wochenende ins Haus schickt?

Ralf: Wie weit hättest du da fahren müssen, damit deine Tochter ärztlich versorgt wird? Also bezogen auf km und Zeit?
Marion: Wir hätten 30 km und ca. 45 Minuten fahren müssen ein Weg.

Ralf: Da frage ich mich, wie man das macht, wenn man kein Auto hat und wenn unterwegs etwas passiert.
Marion: Das frage ich mich auch, da müsste man ein Taxi bezahlen oder tolle Nachbarn, Freunde oder Familie in der Nähe haben.
Was ich gemacht hätte wenn was passiert wäre, da kannste nur einen Krankenwagen rufen und hoffen das der nächste in der Nähe stationiert ist, da wir im ländlichen Raum wohnen.

Ralf: Ich danke dir für den kleinen Einblick in die medizinische Hilfe in Deutschland.
Marion: Ich danke Dir, habe ich gerne gemacht.

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