Donnerstag, 1. Juni 2017

Fehler machen - Fehler beheben

Irgendwann im Leben, kommt mal der Wendepunkt. Der Punkt, an dem man sich klar wird darüber, dass sich einiges ändern muss. Egal ob es das eigene Verhalten ist, oder auf Leute bezogen, mit denen man sich umgibt. Beides kann einen so ausbremsen, dass man im Leben nicht weiter kommt.

Sicher ist es oft so, dass man nicht dafür kann. Es passiert einfach das, was passieren soll. Manche Dinge lassen sich einfach nicht verhindern. Da schaut man nur zu und versucht das Beste daraus zu machen. Aber es verändert das ganze Leben.


So ist es zum Beispiel, wenn die Eltern sterben. Besonders wenn eine Krankheit dafür die Ursache ist. Man kann es nicht abwenden. Es sind meist Ärzte damit beschäftigt, ihr Wissen anzuwenden. Doch nicht mal die können manche Dinge verhindern. Auch, wenn die Patienten es nicht mehr wollen.

Am Ende kann man nur versuchen, das Beste daraus zu machen. Für sich und die Eltern. Auch wenn es aufwendig und anstrengend ist. Aber man muss auch bedenken, die Eltern haben dafür gesorgt, dass man so wird wie man ist. Und das ist sicher auch nicht immer einfach gewesen.

Warum komme ich jetzt darauf?

Heute, am 01.06. jährt sich der Tod von meinem Vater zum 11. mal. Ja, es ist lange her. Und ich bin nicht der einzige, der sowas erlebt hat.



Gestern ist der Wellensittich gestorben, den ich noch von meiner Mutter hatte. Ich weiß nicht ob es an dem Wetter lag, oder ob er was anderes hatte. Mir war nur aufgefallen, er war die letzten Tage schon ruhiger. Daher gehe ich davon aus, dass er wohl krank war und irgend was hatte.

Gestern ist er dann rumgeflogen, nachdem ich trotz des Wetters Fenster und Balkon geschlossen habe. Ich hatte es gehört, aber nicht weiter drauf geachtet. Er blieb ja wie gewöhnlich im Wohnzimmer, obwohl die Zimmertür offen war.

Als ich später trinken wollte und dabei auch zum Käfig sah, ist mir aufgefallen, der Vogel ist noch nicht wieder zu seinem "Heim" geflogen. Ich sah mich um, ob er irgendwo auf einem Schrank saß. Aber ich sah ihn nicht. Das wunderte mich etwas. Ich ging dann mal durchs Wohnzimmer und sah nach, ob er irgendwo versteckt saß. Aber ich fand ihn auf dem Boden liegend, ironischer Weise hinter dem Schreibtisch, den früher mein Vater benutzt hatte.

Nach einigem Prüfen musste ich feststellen, der Vogel war tot. Ich weiß nicht ob es am warmen Wetter lag. Vielleicht war er auch vorher schon krank, eben weil er so ruhig war die letzten Tage. Und zu warm war es hier im Wohnzimmer auch nicht, nachdem ich den ganzen Tag Fenster und Balkon geöffnet hatte.

Ja, es war "nur" ein Vogel. Ein Wellensittich. Aber er war das letzte Tier, welches ich von meiner Mutter hatte, die vor rund 1,5 Jahren gestorben ist. Am 07.11.2015.  Vielleicht deshalb hatte der Vogel auch eine gewisse Bedeutung. Auch wenn viele sagen, es war "nur" ein Wellensittich.

Jedenfalls sind das Ereignisse, die einen schon grübeln lassen. Und es wird auch einem einiges bewusst. Zum Beispiel, dass man sich bisher mit Leuten beschäftigt hat, die es nicht wert sind. Man lernt daraus, was bisher war oder auch nicht war.

Vieles wusste man vorher schon. Aber bei solchen Ereignissen, lernt man auch über sich, was man für Fehler gemacht hat. Niemand ist vollkommen. Aber es ist nie zu spät, etwas zu ändern.

Und genau darum schreibe ich diesen Text hier. Man kann sich und sein Leben ändern. Und man sollte es auch. Besonders, wenn man lange Zeit nicht wirklich "zurechnungsfähig" war, um es mal so auszudrücken. Fehler macht man immer. Aber der größte Fehler ist, diese Fehler weiterhin zu machen und nichts zu ändern. Dies sollte man angehen, und es ändern. SOFORT!

Meine Eltern

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